new york, die erste

hallo freunde,

wie eben versprochen hier der erste eintrag aus new york. also nachdem der flug ja von der zeit her hin und her geschoben wurde, sind wir angekommen. leider sehr spaet heute nacht. zum einen weil unser flieger spaeter ging und weil wir 2,5h in der passkontrolle gestanden haben. und dann noch taxi am jfk bekommen… aber wir sind angekommen! haben ein schoenes apartment in williamsburg mit blick zum sonnenaufgang und manhatten.

mehr dann die tage.

eure sina und euer sven….

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karibik, traumhaft

hallo freunde,

so. das waren dann knapp ueber zwei wochen karibik. zum glueck waren wir ja sehr schnell ueber den teich, so dass ich meine suesse am flughafen abholen konnte. von dort ging es dann am 13.12. ins apartment in gros islet. dort waren fiona und michael sehr gute und fuersorgliche gastgeber. wir waren noch ein zwei mal im hafen. von dort haben wir dann auf pigeon island beide huegel(74 und 144m) bestiegen. das hinderte uns leider am tag danach einen der beiden pitons zu besteigen. mit einem fuer zwei tage vorhandenen mietwagen haben wir dann auch die insel erkunden koennen. sina kann euch ein lied von kurven singen. es ist halt eine bergige insel. eine ausfahrt nach marigot bay mit dem peter haben wir auch gemacht. so konnte sina auch mal mitfahren und vom boot ins karibische meer springen. am 21.12. gings dann ins hotel. einfach nur genial. wunderschoen war es dort (calabash cove). da haben wir mal komplett nichts gemacht ausser sonnenliege, pool, karibisches meer, essen, essen, essen, trinken und schlafen. das ganze war dann bis gestern, 27.12. und dann zum flughafen. ein hin und her mit den abflugzeiten. sogar anrufe von der airline hatten wir, weil der flieger eher gehen sollte. aber issa nich. aber dazu gleich mehr!

ps: auf dem ersten bild ist marigot bay zu sehen. auf dem zweiten bild sind zum einen die pitons zu sehen und zum anderen sieht man die stadt soufriere. im dritten bild ist die kueste am damm zu pigeon island zu sehen.

eure sina und euer sven….

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ARC 2012, die neunte

hallo freunde,

ein wichtiges noch! vor einer woche war die preisverleihung der regatta. wir haben es geschafft! schnellstes boot in unserer gruppe und gesamtvierter, nach berechnung. das ist doch
mal ein superergebnis. dafuer moechte ich unserem skipper und dem rest der crew meinen glueckwunsch aussprechen. ich finde, das haben wir verdammt super gemacht. das hat super spass gemacht.

ergebnis listen der ARC

der sven….

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ARC 2012, die achte

hallo freunde,

zu allererst etwas fuer
mich sehr wichtiges: mein schatz, ich danke dir fuer alles, fuer die kraft die du mir fuer diesen trip hibst, fuer deine unterstuetzung im blog und ueberhaupt! ich liebe dich ueber alles!!!!

ich moechte euch mitteilen, das wir gut und heil auf st.lucia angekommen sind. fuer den skipper war es bestzeit und auch fuer uns crewmitglieder war es ganz schoen anstrengend. aber spass hat es allemal gemacht. und so schlecht sind wir ja laut platzierung auch nicht.

jetzt warten wir mal ab, was die anderen boote noch so machen.

soviel erstmal von mir,

der sven….

14. Seetag – 10.12.2012

Liebe Peter-Freunde,

Es sind noch 199 Seemeilen bis St Lucia. Die 200 Marke ist soeben
geknackt. Jetzt setzen wir alles daran unseren Durchschnitt von 200
Seemeilen in 24 Stunden weiter beizubehalten und morgen Abend in Rodney
Bay einzulaufen. Nach allgemeiner Sch├Ątzung haben wir vor Mitternacht
den ersten Pina Colada in der Hand. Alle freuen sich auf die Abk├╝hlung!

Auch haben wir unseren Shanty fertig und ├╝ben flei├čig. Damit ihr morgen
mitsingen k├Ânnt, hier schon Mal der Text:

Zehen Mann auf der Seesterm├╝he,
Ohhh, und ne Buddel kein Rum!
├╝ber den Teich nach St Lucia,
Ohhh, und ne Buddel kein Rum!
unser Skipper hat das bestens geregelt,
Ohhh, und ne Buddel kein Rum!
drum haben wir dem Teufel ein Ohr abgesegelt,
Ohhh, und ne Buddel kein Rum!
unsere K├Âche haben neue Gerichte gek├╝rt,
Ohhh, und ne Buddel kein Rum!
St Lucia wir kommen, jetzt sind wir da,
Ohhh, und ne Buddel kein Rum!
Wir freuen uns alle mit – HURRA!
Ohhh, und ne Buddel MIT Rum!
Ohhh, und ne Buddel MIT Rum!

Jetzt segeln wir in die one more night (and surprise, surprise wir
haben NO Wind mit 20 bis 25 Knoten, wir fahren 8,5 Knoten Durchschnitt
und es ist nass) und verabschieden uns mit herzlichen Gr├╝├čen!
Zusammen gefasst von Hanneke

PS Die n├Ąchste und letzte Meldung (zumindest von Hanneke geschrieben)
k├Ânnte durchaus erst am Mittwoch statt finden.

13. Seetag – 09.12.2012

Liebe Peter-Freunde,

eine sehr sp├Ąte Meldung. Seit gestern Abend machen wir Meile nach Meile.
Innerhalb von 24 Stunden sind weitere 200 Meilen auf St Lucia gut
gemacht. Die verbleibende Distanz betr├Ągt 378 Meilen.

Gestern Abend flogen wir mit teilweise 30 Knoten Wind mit voller
Spimontur durch die Nacht. Nur der Skipper konnte ├╝berhaupt das Ruder
halten und so war es an ihm unser wellensurfendes Geschoss auf Kurs zu
halten. Innen im Salon f├╝hlte es sich an wie in einer Zugabteil wenn auf
beiden Seiten ICEs in voller Geschwindigkeit vorbei zischen. Ab und zu
entgleitet das Geschoss von einer Welle in die falsche Richtung getragen
und in diesen Momenten des free-falls ist es alsob wir abheben.

Als um Mitternacht der Spi geborgen wird, damit auch der Skipper ein
bisschen schlafen kann, verspricht Halbblondine NIE wieder zu fragen ob
mehr Geschwindigkeit geht. Nach 12 Stunden mit ausgebaumter Genoa h├Ąlt
der Skipper es aber auch nicht mehr aus und schwup ist der Spi oben und
wir sind wieder mit 10 Knoten unterwegs (Spitzenwert bis dato 11.5
Knoten). Weil nur der Skipper das Ruder halten kann, bergen wir den Spi
zum neun Uhr Wachwechsel. Der Skipper droht nach ein kurzer
Erfrischungsschlaf den Spi wieder setzen zu wollen. Wir sind bereit!

Ein herzlichen Gru├č an Euch allen, morgen fr├╝h weitere Details zum
Wiener-Schnitzel Essen am heutigen Abend.

Zusammengefasst von Hanneke

12. Seetag – 08.12.2012

Liebe Peter-Freunde,

Die Kapit├Ąnstasse ist in Scherben. Das kann nur Gl├╝ck bringen!

Um wieder 20 nach 6 sollten wir die 600 Seemeilen knacken! Zugegeben wir
haben heute die Uhren um eine Stunde zur├╝ck gestellt, aber wir m├╝ssen
auch 10 bis 20┬░ von unserem Zielkurs abweichen um nicht ganz platt vor
den Laken zu fahren. Wenn der Skipper seine Nerven beh├Ąlt, so der
Skipper selbst, dann fahren wir die Halse im letzten Moment. Mal schauen
wie stark seine Nerven sind! Eine m├Âgliche Ankunft am Mittwoch ist nun
schon vom Skipper best├Ątigt. Rechnet aber bitte noch mal selbst unseren
Ankunftszeitpunkt nach. Da gibt es raum f├╝r Verbesserung…

Heute morgen wurde der Schinken hinter die T├╝r des Vorpieks verbannt
nachdem zwei besorgte Crewmitglieder dem Skipper die Wutausbr├╝che von
Halbblondine zugetragen haben (“Du bl├Âder Schinken!”). Als der Skipper
nachfragte, erfuhr er, der Schinken habe sich auf Halbblondine
geschwenkt und sich dabei entbl├Â├čt. F├╝r die die sich den Schinken nicht
vorstellen k├Ânnen, es handelt sich um ein in ein Laken eingewickeltes 10
Kg Keule mit Huf und Fettschwaben welche das Resultat von Eichelmesten
zu Lebzeiten sind. Dies nennt sich ein Iberico Schwein von h├Âchster
Qualit├Ąt, so der Skipper.

Genau zur Kaffeezeit, dies scheint unser magic fish moment zu sein,
haben zwei Doraden angebissen. Diesmal im Paar. Es ist wieder Frieden im
Schiff.

Eine weitere ganz tolle Nachricht, also zumindest f├╝r alle an Bord, Hof
und Meisterschiffskoch J├╝rgen hat sich bereit erkl├Ąrt das Kochen der
Wiener Schnitzel am morgigen Abend zu ├╝bersehen. Er konnte das Anflehen
von Halbblondine, dessen Lieblingsessen es ist, wohl nicht widerstehen.
(Dies ist sehr erstaunlich denn die Beiden haben sich noch in Gran
Canaria ├╝ber K├Ąse heftigst in die Haare gekriegt. Was eigentlich noch
erstaunlicher ist, denn Hof und Meisterschiffskoch J├╝rgen hat gar keine
Haare.) Alle haben gejubelt! Auch werden wir spezial zu diesem Anlass
ein ma├čgebauter Schnitzel-Schlag Hammer schnitzeln. Alles f├╝r unseren
Hof und Meisterschiffskoch!

Die Shanty f├╝r unsere Ankunft ist bereits geschrieben und die Proben
laufen ab jetzt. Die Texte folgen.

Euch Allen ein tollen Samstagabend! Es gr├╝├čt die Peter-Crew.
Von Hanneke beschrieben

11. Seetag – 07.12.2012

Liebe Peterfans,

Wir haben den Passat zu fassen und lassen nicht mehr los! Der Spinaker
wird mit doppeltem F├Ąll und Schot gefahren, der Reservefall ist aus dem
Weg ger├Ąumt und wir haben fest vor den Spi vor Ankunft in Rodney Bay
nicht runter zu holen. Wir segeln mit ein wunderbarer nord├Âstlicher
Wind, der zwischen 15 bis 18 Knoten auf die Uhr weht, und erreichen
weiterhin unsere 8 Knoten Durchschnitt und wir hoffen in maximal vierzig
Minuten die 800 Meile Marke zu knacken. Dann h├Ątten wir in 12 Stunden
100 Meilen geschafft. The race goes on…

Unsere Reise ist wie in zwei geteilt. Bis zum Gewitter (also ein Tag
nach dem Bergfest): starker Wind, Regen, nass mit Genoa und Kluiver und
jetzt. Nach der auf das Gewitter folgende Flaute: Passat, Sonne, trocken
mit Spi und Besanstag. Beide Teile zwar Barfussrouten, aber mit ganz
unterschiedlichen Bewegredenen die Schuhe abzuwerfen. Was beiden
Reiseabschnitte gemeinsam haben: Die Reisegeschwindigkeit.

Heute sind, nach der wieder ausgezeichnete Mittagsk├╝che von ├ľsi J├╝rgen,
alle in den Mittagsschlaf verschwunden (bis auf Halbblondine nat├╝rlich).
Der Salon war voller Crewmitglieder die in verschiedenen Ecken zu tiefst
geschlafen haben. Auch wurde der beste Platz im Schiff heute zum ersten
Mal ausprobiert: ganz vorne im Bug, in der Genoa liegend und der
Bugwelle horchend. Es herrschte absolute Ruhe, als w├Ąren wir nicht
inmitten der Atlantik aber in ein Landhaus in Spanien oder Italien
w├Ąhrend der Siestazeit.

Das Gef├╝hl der Karribik wird auch immer st├Ąrker und manch einer starrt
mit gl├Ąnzenden Augen auf den Horizont in der Hoffnung eine erste Palme
zu erblicken. Es werden Ausgeh- und Abendessenpl├Ąne geschmiedet, die
Kneipentour ist bereits fest in der Karte eingezeichnet. Wir versuchen
uns aber immer wieder zur├╝ck zu nehmen und den Tag nicht vor den Abend
zu loben, denn es kann alles noch ganz anders kommen.

Mit dem Ende in greifbarer N├Ąhe, entsteht aber auch eine gewisse
Traurigkeit. Dieses Passatsegeln in der Sonne inmitten der Atlantik ist
ein wundervolles Lebensgef├╝hl und k├Ânnte noch gerne Wochen andauern
(bisher hatten wir nur ein Tag davon). Wenn die Augen nur die See
auftrinken k├Ânnten, dann blieben die Sinnesbilder dieses Erlebnisses
sicherlich auf immer ganz vorne in unsere Erinnerungen. Jetzt sieht es
aber danach aus, dass es nicht mehr f├╝nf Tage dauern wird und die Frage
kommt auf wann man es wieder erleben wird, dieses einzigartiges Gef├╝hl.
Aber der Wehmut soll jetzt ein Ende sein und Genuss ist angesagt.

P├╝nktlich zur Kaffeepause lebt das Schiff wieder auf. Da dies auch ein
Moment ist Vorschl├Ąge f├╝r Verbesserungen anzutragen sowie alles was man
auf dem Herzen tr├Ągt los zu werden, hat sich Halbblondine endlich
getraut sich ├╝ber ihr Kojegenossen zu beschweren: 1/ er stinkt; 2/ er
ist fett wie eine Sau; 3/ er gr├╝├čt nicht; 4/ er dr├Ąngelt sich andauernd
auf und 5/ er verteilt ├╝berall seine Reste. Selbst auf diese sehr
einleuchende Argumente, kennt der Skipper aber kein erbarmen: Es bleibt
alles wie es ist. Aufgeschreckt fragt Zentrallschiff Manfred seinen
Nachbar wer die Halbblondine denn meinen w├╝rde? (Zentralschiff Manfred
wohnt n├Ąmlich in der letzten Koje bevor es zum Vorpiek geht). Na, den
Schinken nat├╝rlich antworten Alle!

Heute war ein guter Fischtag mit insgesamt drei Opfer. Darunter zum
ersten Mal Abwechselung: au├čer zwei Doraden (nicht im Paar geangelt!
Halbblondine sprecht daher auch nicht mehr mit den Fischer (mit dem
Schinken schon l├Ąnger nicht)) ist eine K├Ânigsmakrel aus dem Wasser
gekommen. Diese werden nun vom heute ernannten und vom Zentralschiff
Manfred vorgetragenen Hof und Meisterschiffskoch J├╝rgen bereitet (der
Spitzname ├ľsi J├╝rgen ist hiermit ersetzt). Die Mannschaft hat Hof und
Meisterschiffskoch J├╝rgen heute bei der Kaffeerunde angeboten alle seine
W├Ąsche zu waschen, t├Ąglich seine Koje zu l├╝ften, jeglichen Abwasch- und
Vorbereitungsarbeiten zu ├╝bernehmen sowie ihn st├╝ndlich zu massieren,
wenn er nur weiter kocht. Leider ist er nicht auf dieses Angebot
eingegangen. Anscheinend erlebt er die Backschaft ├Ąhnlich wie wir Alle,
obwohl er so ausgezeichnet kocht. So, freuen wir uns nun sehr auf das
letzte Mal!

Ja!! Es sind nur noch 799 Meilen bis St Lucia! St Lucia wir kommen!

Alles Liebe an Euch, Euer Peter-Crew,
Geschrieben von Hanneke

10. Seetag – 06.12.2012

Peter von Seesterm├╝he – 06.12.12

Liebe Peterfans,

Heute war morgen…

Nach dem Gewitter – ein gewaltiger Anblick ohnes Gleichen (zumindest nicht Viele) und unmengen S├╝├čwasser welches auf Christoph und die Wache nieder geprasselt ist – absolute Windstille und ein endloser Spiegel um uns herum. Dann nichts. Vielen Stunden lang. Auf gro├če Strecken kein Ruderwirken und Halbblondine die es geschafft hat, den Peter wieder Richtung Gran Canaria zu drehen. Dann eine kleine Brise so gegen 5 uhr morgens, genug um das Schiff wieder in Richtung St Lucia zu steuern (zumindest Quadrant) und 3 Knoten zu fahren. Dann wieder nichts au├čer der Druck der aus den Positionslisten hervor geht und die Ruhe einer
unendlich scheinender 2 Knoten Bummelfahrt.

Der Skipper muss was in der Luft gerochen haben, denn kurz vor der Kaffeepause kam die ├ťberlegung den kleinen Spi hoch zu ziehen. Wie ihm der kleine Spi pr├Ąsentiert wurde, entschied er um: Hol den Gro├čen. Sosegelten wir unter Spi mit recht spitzem und sehr leichtem Wind in den Kaffeepause hinein. Ein Moment der Idylle. Mit kaum Wellengang, die Hauch einer Brise und ein die Karribik ank├╝ndingendes Licht und Wolkenarena, sa├č die gesamte Mannschaft bei Kaffee und Kuchen zusammen begleitet vom Gitarrengespiel unseren Bootmans Maurits. So ist es Leben. Das hatten wir gebucht. So hatten wir es uns vorgestellt.

Aber kaum hatten wir diesen Moment der v├Âlliger Harmonie erreicht, so erreichten wir 3 Knoten Fahrt, dann 4, wieder 3, auf ein Mal 7 Knoten Fahrt und ein Blick umher in die Wolken die mehr ank├╝ndigten. Nun fahren wir seid 6 uhr wieder vol und machen unsere gewohnte 8 Knoten durchschnitt.

Da wir viele Meilen einzuholen haben, ist jetzt nicht die Zeit um mehr zu berichten bis auf den Besuch des Nikolaus der gestern Nacht mit dem Zentralschiff zu uns gekommen ist und uns Schokolade in die Schuhe gelegt hat. Es gibt ihn also wirklich. Den Zentralschiff. Wir hoffen ihr hattet ebenso volle Schuhe!

Ein lieben Gru├č vom Petercrew

Beschrieben von Hanneke, eine endlich aus der Backschaft entlassene
Schreiberin!